Dekubitus

Druckgeschwür, das durch anhaltenden Druck auf Haut und Gewebe entsteht.

Weißes Häkchen-Symbol – Senihelp24
Entsteht durch Dauerdruck
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4 Stadien von Rötung bis Gewebeschaden
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Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Dekubitus?

Ein Dekubitus, umgangssprachlich Druckgeschwür genannt, ist eine lokal begrenzte Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes. Er entsteht durch andauernden Druck, vor allem über Knochenvorsprüngen wie Fersen, Kreuzbein oder Hüfte. Die Folgen reichen von leichter Hautrötung bis hin zu tiefen offenen Wunden, die schwer heilen und hohe gesundheitliche Risiken bergen.

Dekubitus ist eine der häufigsten Komplikationen bei bettlägerigen oder stark bewegungseingeschränkten Menschen – aber er ist fast immer vermeidbar.

Risikofaktoren für Dekubitus

  • Bettlägerigkeit oder langes Sitzen ohne Positionswechsel
  • Mangel- oder Unterernährung
  • Inkontinenz und feuchte Haut
  • Diabetes mellitus und Gefäßerkrankungen
  • Empfindungsstörungen (z. B. bei Querschnittslähmung, Demenz)
  • Ungeeignete Matratzen oder Sitzflächen
„Ein Dekubitus ist kein Zeichen von schlechter Pflege – aber seine Entstehung ist in fast allen Fällen vermeidbar.“

Stadien eines Dekubitüs

  • Grad 1: Rötung der Haut, die nach Druckentlastung nicht verschwindet
  • Grad 2: Hautdefekt bis in die Lederhaut, Blasenbildung möglich
  • Grad 3: Tiefer Haut- und Gewebeschaden, oft mit Nekrose
  • Grad 4: Ausgedehnter Gewebeverlust bis zu Muskeln oder Knochen

Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe

  • Regelmäßige Umlagerung: Alle 2 Stunden neue Position (Rücken, Seitenlage, Schräglage)
  • Geeignete Hilfsmittel: Wechseldruckmatratzen, Lagerungskissen, Sitzkissen mit Gel- oder Luftkammern
  • Hautpflege: pH-neutrale Reinigung, dünne Pflegecremes, feuchtigkeitsabsorbierende Materialien
  • Ernährung: Eiweißreiche, ausgewogene Kost – unterstützt Hautregeneration
  • Beobachtung: Tägliche Kontrolle gefährdeter Stellen, frühe Rötungen sofort melden

Behandlung eines bestehenden Dekubitus

  • Druckentlastung: Betroffene Stelle sofort entlasten und dauerhaft freihalten
  • Wundversorgung: In Absprache mit Arzt und Wundmanager – je nach Stadium lokal oder chirurgisch
  • Ernährungsunterstützung: Erhöhte Eiweiß- und Energiezufuhr
  • Fachpflege einschalten: Ambulante Pflegedienste oder spezialisierte Wundpflegekräfte begleiten die Therapie

Tipps für Angehörige

  • Täglich Fersen, Kreuzbein und Schulterblätter kontrollieren
  • Frühzeitige Veränderungen dokumentieren und Pflegeberatung einholen
  • Schulung zur Lagerung und Pflege bei Pflegediensten oder Stützpunkten wahrnehmen
  • Bei Unsicherheit lieber frühzeitig professionelle Hilfe holen

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell kann ein Dekubitus entstehen?

Bereits nach wenigen Stunden konstantem Druck, vor allem bei Risikopatienten. Deshalb ist konsequente Lagerung entscheidend.

Ist ein Dekubitus heilbar?

Ja, je nach Stadium. Früh erkannt (Grad 1–2) lässt sich ein Dekubitus mit konsequenter Druckentlastung vollständig zurückbilden. Tiefe Wunden benötigen ärztliche und pflegerische Behandlung.

Was ist besser: Matratze oder Lagerungskissen?

Beides! Eine Wechseldruckmatratze verteilt den Druck flächig, Lagerungskissen ermöglichen gezielte Entlastung einzelner Körperstellen. Die Kombination ist optimal.

Zahlt die Pflegekasse Hilfsmittel zur Dekubitusprophylaxe?

Ja, bei vorliegendem Pflegegrad werden Matratzen, Kissen oder Lagerungshilfen meist auf Rezept übernommen. Ein ärztliches Attest ist oft erforderlich.

Wie erkenne ich, ob ein roter Fleck gefährlich ist?

Bleibt die Rötung auch 30 Minuten nach Druckentlastung bestehen und ist die Haut warm, hart oder schmerzhaft, liegt höchstwahrscheinlich ein Dekubitus Grad 1 vor. Dann unbedingt handeln.

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